Liebe Kundinnen und Kunden

Herzlich willkommen im Frühling 2021!
Wir freuen uns sehr, Sie ab Montag, 1. März wieder täglich bei uns begrüssen zu können. Gerne bedienen wir sie während unseren  gewohnten Öffnungszeiten von Montag Nachmittag bis und mit Samstag.

 

STOPP Palmöl  / Orang-Utan

STOP PALMÖL

 

EINE SOZIALE UND ÖKOLOGISCHE KATASTROPHE

 

Autor: Mathias Stalder, Koordinator Referendum Stop Palmöl

 

Am 7. März 2021 stimmen wir über das Freihandelsabkommen (FHA) mit Indonesien ab, darin sind erstmalig Nachhaltigkeitskapitel für Umwelt- und soziale Normen festgehalten. Es fehlen aber wirksame Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten und eine Gerichtsbarkeit, kritisiert eine Referendumsallianz von über 50 Organisationen.

Jedes Jahr brennen die Wälder und Torfmoore in Indonesien, denn die Brandrodung ist die billigste Methode, um Platz für neue Palmölplantagen zu schaffen. Im Jahr 2019 wurden so 300'000 Hektaren Naturlandschaft zerstört, eine Fläche grösser als der Kanton Tessin.

Indonesien reiht sich damit zu den grössten CO2-Verursachern der Welt.

Mit den Wäldern sterben nebst der gesamten Flora und Fauna auch die letzten Orang-Utans und Sumatra-Tiger.

Verstösse gegen Menschen- und Arbeitsrechte Über 1 Mio. ha an artenreichen Regen- und Torfwälder verschwinden pro Jahr unwiederbringlich - alle 25 Sekunden ein Fussballfeld, vorwiegend für die Palmöl- und Papierindustrie. 17 Millionen Hektar Palmölmonokulturen bedecken bereits 10% Landesfläche Indonesiens – eine Fläche viermal so gross wie die Schweiz. Das RSPO-Label (Roundtable on Sustainable Palm Oil) dient als Importgrundlage im FHA mit Indonesien. Greenpeace und viele weitere NGOs setzen das Label jedoch mit dem konventionellen Anbau gleich. Palmölmonokulturen sind nicht nachhaltig. Prekäre und ungeschützte Arbeitsverhältnisse und Kinderarbeit sind vielfach dokumentiert. Ungeschütztes Ausbringen von Pestiziden, u.a. das in Europa seit 2007 verbotene Paraquat von Syngenta, ist weitverbreitet.

Neues Gesetz – starke Deregulierung

Am 5. Oktober 2020 verabschiedete das indonesische Parlament das Omnibus-Gesetz mit weitreichenden Deregulierungen beim Arbeits- und Umweltrecht. Tagelange und landesweite Proteste forderten erfolglos die Rücknahme. Viele katastrophale Megaprojekte können nun umgesetzt werden. Das Omnibus-Gesetz sei ein «roter Teppich» für Unternehmen, um die natürlichen Ressourcen des Landes mit minimalen oder gar null Hindernissen zu fördern, schreibt der stellvertretende Direktor von Amnesty International Indonesien auf dem Onlineportal new mandala.

Das Abkommen schadet unserer Landwirtschaft Das billige Palmöl bedroht schon heute unsere einheimische Ölsaatenproduktion wie Raps- und Sonnenblumenöl. Mit diesem Freihandelsabkommen wird die Nachfrage nach billigem Palmöl weiter angeheizt - und dies geschieht auf Kosten gesunder und nachhaltiger Alternativen aus lokaler Produktion.

Mehr zum Referendum Stop Palmöl erfährst du unter www.stop-palmoel.ch [9].

Stop Palmöl kannst du auch aktiv mit einer Spende [10] oder mit einer Fahne an deinem Balkon [11]unterstützen.

SCHÜTZE DEN REGENWALD UND DIE ORANG-UTANS MIT EINER TASSE KAFFEE

 

Mit dem Orang-Utan Kaffee wird nicht nur den Kaffeebäuer*innen in Sumatra ein gerechter Preis für Ihren Kaffee bezahlt, sondern auch das Orang-Utan Schutzprogramm der Stiftung PanEco (SOCP) unterstützt.

Kleinbäuer*innen im Gayo Hochland von Aceh bauen einen hochwertigen Spezialitätenkaffee an. Der Arabica-Kaffee gedeiht auf den fruchtbaren vulkanischen Böden am Fusse des Bergregenwalds. Die Kaffeebäuer*innen produzieren ihren Kaffee nach strengen ökologischen Richtlinien – ganz OHNE Agrochemie und verpflichten sich, ihre Anbaufläche nicht durch Rodungen des Bergregenwaldes zu vergrössern sowie keine geschützten Arten zu jagen, halten oder handeln. Für ihr Engagement erhalten die sie eine Prämie von 50 Rappen pro Kilo Rohkaffee. Mit weiteren 50 Rappen pro Kilo Kaffee wird das Orang-Utan Schutzprogramm unterstützt. Dabei geht es vor allem um den Schutz des Tiefland-Regenwalds Sumatras, der seit einigen Jahrzehnten rasant schwindet – vor allem für die Anlage von Palmölplantagen. In der

Auffang- und Pflegestation von SOCP werden Orang-Utans aufgenommen, die ihrem Lebensraum beraubt, oder illegal als Haustier gehalten wurden. In der Station werden sie behandelt, gesund gepflegt und sorgsam in einem Schutzwald wieder ausgewildert. Der Orang-Utan Kaffee ist eine kostbare Rarität für einen guten Zweck und bedeutet Hoffnung für viele Kleinbäuer*innen und Waldmenschen. Das Orang-Utan Coffee Projekt Sumatra fördert Produzent*innen, die ihre Kaffeegärten ökologisch bewirtschaften und auf Rodungen des Regenwaldes verzichten.

 

 

Every cup counts - help to protect the Orang Utans!

Internationaler Tag des fairen Handels

Nicht alle Beteiligten haben im internationalen Handel die gleichen Startbedingungen. Besonders Menschen am Anfang der Produktionskette besitzen keine reale Chance, zu den Gewinnern des Wettbewerbs zu zählen.

Gerade in der aktuellen Situation sind diese Menschen mit einer Krise konfrontiert, wie noch nie bisher. Während der Handel, der Chancen für Menschen auf der ganzen Welt schaffen sollte, zum Erliegen kommt, kämpfen viele Bauernfamilien, ArbeiterInnen und HandwerkerInnen ums Überleben.

Covid-19 hat als Krise des Gesundheitswesens begonnen und hat sich rasch zu einer Wirtschaftskrise entwickelt, die zahlreiche Schwächen des derzeitigen Systems offenbart. Die jüngsten Abriegelungen und die Schliessungen der Grenzen wirken sich unmittelbar negativ auf das Einkommen der armen und gefährdeten Haushalte aus.

Soziale und kulturelle Normen führen dazu, dass Menschen aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, der Religion, der sozialen Herkunft sowie der kulturellen Zugehörigkeit diskriminiert werden. Ihr Zugang zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben wird erschwert und sie sind daher am meisten von Armut betroffen.

 

Fair Trade in der globalen Krise wichtiger denn je
Der Faire Handel unterstützt Menschen am Anfang der Produktionskette und ermöglicht ihnen eine Arbeit und ein Leben in Würde. In dieser globalen Krise ist der Faire Handel für diese Menschen besonders wichtig, weil er:

  • eine Prämie beinhaltet, welche in der aktuellen Krise dazu eingesetzt werden kann, um die Verteilung von Essenspaketen in der Gemeinde zu ermöglichen oder allgemein, um die Ausbreitung der Krankheit zu minimieren,
  • Zusammenschlüsse und Kooperativen fördert, um die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) in Krisenzeiten sowie die Handlungsmacht der Menschen zu stärken,
  • durch die Mindestpreise grosse Preisstürze, wie sie zurzeit beim Tee beobachtet werden, abfedert,
  • partnerschaftliche Handelsbeziehungen eingeht, die auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgelegt sind und den Menschen im Weltsüden damit eine Perspektive gibt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Bericht zum Internationalen Tag des Fairen Handels 2020.

In den weiteren Themenblöcken erfahren Sie, wie der Faire Handel Chancen-Ungleichheiten des Internationalen Handels reduziert.

 

Unser Engagement

 

Mit viel Herz betreiben wir seit 1977 fairen Handel mit Kleinproduzenten im Süden und engagieren uns für eine bessere Welt. Dafür steht unser Signet; denn in jedem Produkt steckt viel Liebe in der Herstellung und eine persönliche Geschichte.

 

Hohe Qualität, langfristige Beziehungen und Vertrauen sind Werte, die unsere tägliche Arbeit prägen.

 

Mit dem Kauf fair gehandelter Produkt ermöglichen Sie den Produzentinnen und Produzenten und deren Familien bessere Lebensbedingungen.